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Das einzige traurige Risiko ist es, am Ende eines Lebens tot am Küchentisch zu sitzen, mit einem Leberwurstbrot und einem Herzen, das man nie ganz benutzt hat.
M.Göhler
DIE GUMMA
Wie dieses Buch entstand
Gumma ist an der Schnittstelle zwischen therapeutischer Erkenntnis und literarischer Notwendigkeit gewachsen. In meiner Praxis erlebe ich täglich, wie unverarbeiteter Schmerz, Ängste und das große Schweigen der Eltern wie ein unsichtbares Erbe an die Kinder weitergereicht werden. Transgenerationale Traumatisierung ist ein faszinierendes Thema, weil es wie ein psychologischer Kriminalfall enthüllt, dass die Ursache unserer tiefsten eigenen Ängste und Muster oft nicht in unserer Biografie liegt, sondern in den unerzählten Geschichten derer, die vor uns kamen.
Für wen diese Geschichte geschrieben ist
- Liebhaber literarischer Entdeckungen: Menschen, die atmosphärisch dichte, sprachlich feingeschliffene Gegenwartsliteratur schätzen
.
- Sucher eigener Wurzeln: Leser, die den leisen Spuren ihrer Ahnen nachspüren und verstehen wollen, warum sich manche fremden Lasten wie die eigenen anfühlen.
- Psychologisch Feinfühlige: Menschen mit einem Gespür für das Vererbte, das Somatische und die verborgenen Mechanismen familiärer Prägungen.
- Mut-Suchende jeden Alters: Alle, die nach Geschichten über späten Aufbruch, gelingende Verwandlung und die Entdeckung der eigenen Freiheit verlangen.
Klappentext des Buches
Im Norden, dort wo der Wind schon immer stärker war als die Menschen, liegt ein Dorf zwischen Feldern, die mehr erinnern als die Bewohner, und zwischen Jahreszeiten, die wie geduldige Erzähler ineinander übergehen. In diesem Dorf beginnen oder enden fünf Leben, die nur durch Schweigen miteinander verbunden sind, durch eine alte Schuld, die niemand mehr aussprechen kann.
In Gumma entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama über die Fragilität weiblicher Sicherheiten. Die Figuren im Buch sind von innerer Zähigkeit und verletzlicher Größe, die gelernt haben, im stummen Überleben ihre eigene Sprache zu finden.
Manche Narben tragen keinen Namen, aber sie atmen in uns weiter. Sie wandern lautlos durch die Zeit, von den Müttern zu den Töchtern, und legen sich als unausgesprochenes Wissen über das leben der Jüngeren.
Wie sieht man einen Schmerz, der nicht der eigene ist?
Im Roman wird diese Frage zu einer leisen Entdeckungsreise.


